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Eröffnung des Fernheizwerkes und der Müllverbrennungsanlage Spittelau: hier wird nicht nur Müll verbrannt!

  • Thermische Abfallbehandlungsanlage Spittelau vor dem Brand 1987 und der Umgestaltung durch Friedensreich Hundertwasser - von oben.
  • Außenaufnahme des Fernwärmewerks Spittelau 1972.
  • Die MVA Spittelau nach Abschluss der Bauarbeiten 1971.

Fertiggestellt wurden der Bau des Spittelauer Fernheizwerkes und auch des Bürogebäudes im Jahr 1971. Es galt nun die Büros zu besiedeln und das Kraftwerk in Betrieb zu nehmen. Neben der „normalen“ Müllverbrennung (verbrannt wurde Hausmüll, Grob-, Sperr- und Spitalsmüll sowie Altöl und Abfallöle) wurde auch die Müllverbrennung unter Aufsicht angeboten. Diese nutzten vor allem Banken, die Post oder auch der Zoll, wenn es darum ging sensible Dokumente (oder etwa auch abnutzungsbedingt aus dem Verkehr gezogene Banknoten, Falschgeld bzw. Fehldrucke von Banknoten) zu vernichten. Das nicht alles in den Müllkessel gekippt werden konnte, zeigte sich, als man eine Ladung Kaugummi verbrennen sollte: Die Folge war, dass der Heizkessel verklebte und man einen ganzen Tag dafür verwenden musste, um ihn zu reinigen. Einen ersten Meilenstein erreichte man am 14. April 1977. An diesem Datum wurde die millionste Tonne Müll verbrannt:

Im Fernheizwerk Spittelau der Heizbetriebe Wien wurde die millionste Tonne Müll seit Inbetriebnahme des Werkes im Sommer 1971 verbrannt. Mit dieser Menge könnte man eine Pyramide mit der Grundfläche von 200 mal 200 Meter – das ist wesentlich größer als das Areal des Praterstadions – und der doppelten Höhe des Stephansdomes aufschichten. Derzeit werden im Jahr in der Spittelau rund 200.000 Tonnen Müll verbrannt, der zum Großteil aus der kommunalen Müllabfuhr stammt, nur fünf Prozent des Mülls werden von Privaten angeliefert. – wien.gv.at/rk/historisch/1977/april.html

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