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Wasserkraft für die Wiener Elektrizitätswerke – Gaming und Opponitz

  • Das Wasserkraftwerk Opponitz in Niederösterreich.
  • Historische Aufnahmen des Wasserkraftwerk Opponitz, Anfang/Mitte des 20. Jahrhunderts.
  • Historische Aufnahmen des Wasserkraftwerk Opponitz, Anfang/Mitte des 20. Jahrhunderts.
  • Historische Aufnahmen des Wasserkraftwerk Opponitz, Anfang/Mitte des 20. Jahrhunderts.
  • Historische Aufnahmen des Wasserkraftwerk Opponitz, Anfang/Mitte des 20. Jahrhunderts.
  • Die Dükerbrücke des Wien Energie-Kraftwerks Opponitz in St. Georgen am Reith, das markante Wahrzeichen der Gemeinde, während der Errichtung im Jahr 1923, Fertigstellung November 1924.
  • Historische Aufnahmen des Wasserkraftwerk Opponitz, Anfang/Mitte des 20. Jahrhunderts.
  • Historische Aufnahmen des Wasserkraftwerk Opponitz, Anfang/Mitte des 20. Jahrhunderts.
  • Ein Fischer beim Fliegenfischen in der Ybbs vor dem Wasserkraftwerk Opponitz.
  • Moderne Technik in einem historischen Gebäude an einem landschaftlich reizvollen Ort – das Kraftwerk Opponitz ist ein Musterbeispiel, wie sich Wasserkraft klug nutzen lässt. Zu sehen ist die Wehanlage des Kraftwerks.
  • Kleinwasserkraftwerk Gaming Aussenansicht.
  • Innenansicht desKleinwasserkraftwerks Gaming 2011.

Um das inländische Potential auszuschöpfen und unabhängig erzeugen zu können, wurde die Wasserkraft von den Elektrizitätswerken als neue Energiequelle erforscht. Vor allem Industriebetriebe nutzen die Kraft des Wassers bereits für eigene Anlagen, aber auch in kleineren Orten wurden Wasserkraftwerke mit sehr begrenzter Leistung betrieben. Um eine ganze Stadt damit zu versorgen, war ein hoher Kapital- und Zeiteinsatz notwendig, zudem mussten neue Verbindungsleitungen geschaffen werden, weshalb die Realisierung des Projektes dauern sollte.

Mit der zweiten Wiener Hochquellwasserleitung, welche 1910 in Betrieb genommen wurde, eröffnete sich in Wien eine neue Möglichkeit zur Nutzung der Wasserkraft. 1921 wurde schließlich der Ausbau der Wasserkraft von der Gemeinde Wien forciert. Dazu wurde die Wasserkraftwerke AG, kurz WAG, gegründet. Bei der Wahl des Standortes fiel die Wahl aufgrund landesgesetzlicher Einschränkungen auf die Nutzung der Ybbsschleife zwischen Göstling und Opponitz sowie auf eine nordöstlich davon gelegene Gefällsstufe der zweiten Wiener Hochquellenleitung bei Gaming. Die Hochquellenleitung hat hier auf einer Länge von 11 Kilometern ein Gefälle von 220 Metern – ideal, um ein Wasserkraftwerk zu betreiben. Über eine gemeinsame Fernleitung sollte die Energie der beiden Kraftwerke nach Wien transportiert werden.

Die Bauarbeiten für das Werk Opponitz begannen 1922, erfolgten aber unter großen baulichen und finanziellen Schwierigkeiten. Um den Bau finanzieren zu können, führte die Gemeinde eine bis 1932 gültige Wasserkraftabgabe ein. Die Bauleitung der Kraftwerke und der 110 kV-Fernleitungen wurde den Wiener Elektrizitätswerken übergeben und 1924 konnte das Kraftwerk Opponitz fertiggestellt werden.

Die Bauarbeiten für das Kraftwerk bei Gaming wurden 1924 aufgenommen und erfolgten ohne Schwierigkeiten. 1926 konnte das Werk den Betrieb für die städtischen Elektrizitätswerke aufnehmen. Ab dem Jahr 1990 macht auch das Kraftwerk Gaming 2 Strom aus bestem Trinkwasser. Von den Kraftwerken Opponitz und Gaming führen Einfachleitungen zur Schaltstation Gresten, von wo aus eine Doppelfreileitung nach Wien führte.
In Summe produzieren die beiden Kraftwerke pro Jahr ca. 42.000 Megawattstunden Strom für rund 17.500 Wiener Haushalte.

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Energie