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Errichtung erste Windkraft-Anlage Österreichs

  • Windkraftanlage im Windpark Glinzendorf (Marchfeld, Niederösterreich)

Die Nutzung von Wind erfolgte in Österreich ab den 1990er Jahren. Glaubten Experten zunächst nicht daran, dass Windkraft in Österreich Potential hat, bewiesen Messungen das Gegenteil und 1994 wurde die erste größere Windkraft-Anlage im Marchfeld errichtet. Mit Inkrafttreten des Ökostromgesetzes begann die Nutzung der Windkraft enorm zu steigen und führte zu einem jährlichen Ausbau der Windkraftanlagen. 1997 wurde schließlich die erste Wien Energie Windkraftanlage auf der Donauinsel errichtet. Seither wurden zahlreiche Windparks im In- und Ausland mit zahlreichen Partnern und mit Hilfe der BürgerInnen-Beteiligungen realisiert.

Wien Energie nutzt derzeit 66 Windräder mit einer Leistung von 131 Megawatt, was beispielsweise zur Versorgung des gesamten 21. Bezirks ausreichen würde. Zwei Windräder wurden durch das Geschäftsmodell der BürgerInnenbeteiligung realisiert. Dabei handelt es sich um ein von der Wien Energie entwickeltes Geschäftsmodell, welches sich an Privatpersonen in Mietwohnungen richtet, damit auch diese einen Beitrag zur Energiewende leisten können. Der Großteil der BürgerInnen-Kraftwerke sind Photovoltaik-Analgen. Insgesamt werden rund 25 Prozent der Heimischen Haushalte mit Strom aus Windkraft-Analgen versorgt.

Aufgrund meteorologischer Gegebenheiten stellen vor allem das Nordburgenland und das Weinviertel in Niederösterreich günstige Regionen zur Nutzung der Windenergie dar. Daher finden sich neun von zehn Windrädern in Ostösterreich, die restlichen Anlagen befinden sich hauptsächlich in Oberösterreich und der Steiermark. Für Wien bietet die Nutzung der Windkraft aufgrund der fehlenden Fläche im Stadtgebiet nur begrenzt Potential und der Anteil der Windgeneratoren ist daher gering.

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