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Matzleinsdorfer Hochhaus: Fernwärme erstmals in Wien in Verwendung

  • Bild vom Matzleinsdorfer Hochhaus in Bau, etwa um 1956.

Seit den 1960er Jahren wurden in Wien Müllverbrennungsanlagen zur Erzeugung von Fernwärme genutzt. Die Nutzung von Fernwärme geht in Wien bis in den Zweiten Weltkrieg zurück. Zwar kann man in diesem Zusammenhang noch nicht von echten Fernwärmesystemen sprechen, es entstanden jedoch bereits damals zentrale Kesselanlagen zur Beheizung einiger Rüstungsbetriebe. Für die Bewohner Wiens wurde Fernwärme erstmals im Matzleinsdorfer Hochhaus und 1964 in der städtischen Wohnhausanlage Eisenstadtplatz in Favoriten genutzt. An zahlreichen weiteren Gebäuden wurden Kesselanlagen errichtet, die der Versorgung dieser Bauten dienten.

 1989 betrug das Fernwärmenetz bereits eine Länge von mehr als 300 km und über 93.000 Wohnungen wurden versorgt sowie zahlreiche öffentliche Gebäude wie etwa das Rathaus, die Hofburg oder das Parlament.

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Energie