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Erste Überlegungen zur Umstellung auf Erdgas

  • Ein Werbeplakat für die Erdgasumstellung 1970. Geworben wird mit dem Slogen 2=1/2.

Am Energiemarkt bedeuteten die 1950er und 1960er Jahre das Ende der alten, mittlerweile unwirtschaftlichen Kohlegaswerke und die Umstellung auf Erdgas, was eine der wohl wichtigsten Entwicklungen dieser Zeit darstellt. Berechnungen in den 1960er Jahren zeigten, dass es bei einer Umstellung von Stadtgas auf Erdgas zwar zu einer Erhöhung des Preises aufgrund der allgemeinen Kostensteigerung auf 1,96 Schilling pro m³ kommen würde, dieser Unterscheid jedoch durch den höheren Heizwert des Erdgases pro m³ letztlich keine echte Teuerung darstellen würde.

Bevor der Kohlebetrieb gänzlich eingestellt wurde, wurde ab 1964 das Stadtgas von Kohlenmonoxid entgiftet und mit der Umrüstung der Gaswerke auf Spaltgasanlagen erfolgte ein letzter Versuch, die Eigenproduktion aufrecht zu erhalten. Da der Gasverbrauch nach dem Krieg in den Städten Österreichs jedoch zunahm, wandte man sich dem fossilen Energieträger Erdgas zu und hegte Überlegungen, dieses direkt an die Endabnehmer zu liefern. 1966 wurde die Kohlenvergasung in Simmering und 1969 auch schließlich in Leopoldau eingestellt. Das Erdgas erlebte schließlich mit dem Aufbau eines Versorgungsnetzes ab 1955 einen Aufschwung. In Österreich sind derzeit die OMV und die RAG als Erdgasproduzenten tätig.

 

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Energie