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Der zweite Weltkrieg stellte einen Rückschritt für die Elektrizität dar

  • Zerstörungen am Pumpenhaus I nach Bombenangriffen im Oktober 1944.
  • Das zerstörte Gaswerk Leopoldau im 2. Weltkrieg.
  • Bombenschäden beim Kraftwerk Engerthstraße am 17. November 1944.
  • Aufruf der Wiener Gaswerke, Gas zu sparen.

Auch der zweite Weltkrieg von 1939 bis 1945 stellte einen Rückschritt für die Elektrizität dar. Das Gaswerk Leopoldau als auch die Anlage in Simmering wurden durch gezielte Luftangriffe beschädigt. Bei einem Bombenabwurf 1944 wurde unter anderem das Gaswerk Leopoldau getroffen, dessen Gasbehälter I vollständig ausbrannte. Auch das Direktionsgebäude in der Josefstädter Straße wurde teilweise zerstört. Der schwerste Schaden war aber ein erneutes Bombardement der Leopoldau, bei dem drei Mitarbeiter den Tod fanden. Trotz des massiven Schadens konnte kurz darauf bereits wieder Gas in das Gasnetz eingespeist werden. Auch die 500-mm-Rohrleitung, die für das Erdgas errichtet wurde, konnte selbiges weiterhin in das Gaswerk Simmering zur Weiterverarbeitung liefern. Für alle Opfer des Nationalsozialismus wurde an den beiden Gaswerken je ein Mahnmal errichtet.

Neben den Schäden an den Kraftwerken war auch das Gasverteilungsnetz in Mitleidenschaft gezogen worden, welches über 2000 Schäden im Stadtgebiet aufwies. Die Gestaltung von Räumen und Orten mithilfe von Licht war im Rahmen des Wiederaufbaus von großer Bedeutung und sollte gewissermaßen die Rückkehr zur „Normalität“ symbolisieren.
Neuerliche starke Personalverluste führen zum Einsatz von Frauen und zur Heranziehung von Zwangsarbeitern. Die meisten Frauen wurden als „Gelderheber“, also Gaskassiere, eingesetzt. Viele Andere arbeiteten auch als „Gasmesserwärter“, womit die Wartung von Gasmessern gemeint ist. Von großer Bedeutung waren die Gassperren, die vor allem mit Kriegsbeginn eingesetzt wurden. Die Bevölkerung wurde durch Tipps der Wiener Gaswerke aufgefordert, sparsam mit Gas umzugehen. Trotz des Sparkurses stieg, wie auch der Verbrauch der Elektrizität, die Gasabgabe kriegsbedingt weiter an. So wurden etwa aus Ermangelung von Benzin einige Linienbusse der öffentlichen Verkehrsmittel in Wien auf Stadtgas umgestellt, auch die Lastkraftwagen der Wehrmacht wurden teilweise mit Gas betrieben.

 

 

 

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