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Einführung eines Grundgebühren-Tarifs für Strom

  • Eine Sparmarke, die im Jahr 1924 verwendet wurde. Es wird darauf aufmerksam gemacht, dass Gas sparsam eingesetzt werden soll.
  • Eine Zeitungsanzeige für einen elektrischen Kochautomaten aus dem Jahr 1929.

Durch die Einführung eines Grundgebühren-Tarifs wurde eine Tarifsenkung wirksam, die den Gebrauch von Strom auch für ärmere Bevölkerungsschichten möglich machte. Dies führte zum Anschluss von Kleinwohnungen an das Stromnetz. Der damals neue Tarif war für Lichtstrom um etwa 40% und für Kraftstrom um etwa 32% billiger als der bisherige Kilowattstunden-Tarif.

Mit der Inbetriebnahme des Wasserkraftwerkes gewährten die E-Werke allen Kraftstromabnehmern Preisnachlässe und der Strompreis lag 1928 deutlich unter dem Preis, der vor Kriegsbeginn geherrscht hatte. Der Lichtstrompreis von einst 70 Heller, das entsprach 101 Groschen, fiel auf 52 Groschen und der Preis von Kraftstrom wurde von 30 Heller, das waren 43 Groschen, vor Kriegsbeginn auf 25 Groschen heruntergesetzt.

Auch für Kraftstrom gab es je nach Größe, Benützungsdauer und Anschlusswerten noch weitere Rabatte. Zudem wurden für den Konsum von Strom in der Nacht Rabatte an Industrie und Gewerbebetriebe vergeben, denn der steigende Strombedarf führte zu einer Steigerung der Stromerzeugung in erster Linie tagsüber, während er in der Nacht kaum verkauft werden konnte. Neben zahlreichen weiteren Tarifermäßigungen für Geschäfte und Lokale bot die Gemeinde auch bei neuen Wohnungsinstallationen billige Preise und Ratenzahlungen an. Durch die Wohnungsinstallationen durch konzessionierte Elektrotechniker wurde gleichzeitig das Installateur-Gewerbe gefördert.

 

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