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Breite Elektrifizierung: Der öffentliche Raum erleuchtet

  • Neonreklamen auf der Kärntnerstraße um 1933.

Die Beleuchtung von Plätzen beschränkte sich zunächst auf das historische Stadtzentrum, ehe es ab den 1920er Jahren zu einem Ausbau des Netzes kam. Dieser Entwicklung folgend kam es auch zu einer besseren Beleuchtung des Straßennetzes, welches von 50 km im Jahr 1913 auf knapp 600 km Länge in den 1930er Jahren ausgeweitet werden konnte. Diese Bemühungen ließen Wien zu einer der bestbeleuchteten Großstädte der Welt werden. Mit den steigenden technischen Möglichkeiten änderte sich das Bild der Stadt zunehmend. Leuchtreklamen erhellten die Nacht in verschiedensten Farben und durch verschiedenste Formen. Dank der Innovationen der Glühlampe und der Neonröhre waren 1930 vor allem in den Hauptgeschäftsstraßen, wie etwa auf der Kärntner und Mariahilfer Straße, circa 7.300 Leuchtreklamen angebracht.

In der Beleuchtung der Stadt schlugen sich auch die politischen Entwicklungen Wiens nieder. In der Zeit des Nationalsozialismus erfuhr der Einsatz des Lichtes eine unglaubliche Politisierung und durch enorm aufwendige und dramaturgisch ausgeklügelte Lichtprojektionen versuchten die Nationalsozialisten die Massen zu begeistern.

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