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Rohstoffmangel im ersten Weltkrieg

  • Laternenwärter Wien
  • Das Plakat zeigt, wie die Dreiteilung eines Arbeitstages zwischen Arbeit, Freizeit und Schlaf im Laufe der Zeit fairer aufgeteilt wurde, bis es 1919 zum Achtstundentag kam.
  • Der Aufruf im Ersten Weltkrieg Strom zu sparen (1917).

Von 1914 bis 1918 bestimmte der Rohstoffmangel die Kriegszeit. Um Einsparungen zu ermöglichen wurden die bis dato verwendeten Glühlichtbrenner durch Sparbrenner ersetzt. Weiters mussten elektrische Lampen auf maximal 60 Watt reduziert werden. Es machte sich sehr rasch ein Kohlemangel bemerkbar, welcher die Regierung dazu veranlasste ein striktes Sparpaket du schaffen, welches energiesparend wirken sollte. Darin enthalten war zum Beispiel ein Heizverbot vor dem 15. Oktober, ein Verbot zur Herstellung neuer Gas- und Elektroanschlüsse sowie das Aufstellen neuer Heizungen. Die Straßenbeleuchtung wurde in Folge der Gas- und Stromknappheit reduziert, Reklamebeleuchtungen und diverse öffentliche Außenbeleuchtungen von Hotels, Cafes, Theatern, etc. untersagt und Schaufenster durften nur während der Öffnungszeiten, und in eingeschränkter Form erhellt werden. Verstöße wurden mit Geldstrafen geahndet. Auch die Arbeitszeiten wurden durch den Krieg verändert. Es kam mit dem 17. Dezember 1918 zur Einführung des Achtstundentages, ein Ziel, dass die Sozialdemokraten schon seit langer Zeit verfolgten. Gerade nach dem Krieg machte dies Sinn, da viele Arbeiter geschwächt waren und auch bei längerer Arbeitszeit höchstwahrscheinlich nicht mehr leisten hätten können.

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