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Inbetriebnahme Gaswerk in Simmering

  • Die Gasometer in Simmering während sie erbaut wurden.
  • Bild der Gasometer Simmering in Bau. Blick auf das Ofenhaus 1901.
  • Bild der Gasometer Simmering in Bau. Blick auf das Ofenhaus 1901.
  • Bau der vier Gasbehälter in Simmering, 1897.
  • Der ummauerte Gasbehälter, auf dem Behälterdach, um 1900.
  • Bau der Gasbehälter in Simmering, 1897.
  • Historische Außenaufnahme des Gaswerks Simmering im Jahr 1913.
  • Die Gesamtansicht des Gaswerk Simmering um 1910.
  • Historische Außenaufnahme des Gaswerk Simmering "Gasometer" im Jahr 1898.

Das Gaswerk Simmering war das erste kommunale Gaswerk in Österreich und ist für die Industriegeschichte Wiens von ähnlich großer Bedeutung wie die Errichtung der Ringstraße für die Entstehung der Metropole Wien. Mit ihrer Größe dominieren die Gasometer seit ihrer Fertigstellung im Juli 1899 das Stadtbild in Simmering und sind zu einem Wahrzeichen des Bezirkes und der Stadt geworden. Dabei war der Bau der Gasometer nicht unumstritten. Noch unter dem Schock des Ringtheaterbrandes, bei dem die Gas-Bühnenbeleuchtung die Ursache war, fürchtete die Bevölkerung eine mögliche Explosion der Gasbehälter und die Zerstörung des Stadtviertels.

Die vier Gasbehälter dienten einst zur Speicherung des Stadtgases, bevor es ins Netz eingespeist wurde. Sie wurden im Stil der späten Gründerzeit erbaut und entstanden als Hülle für ein technisches Bauwerk. In Wien wurden bis zur Umstellung auf Erdgas insgesamt elf Gasbehälter errichtet und in Betrieb genommen. Baulich waren sich diese mit ihren Ziegelmauern und der kuppelförmigen Dachkonstruktion sehr ähnlich, jedoch wurden nur in Simmering vier Behälter dieser Größenordnung nebeneinander errichtet. Nach dem Ende der Erzeugung des Stadtgases, was das Ende der klassischen Gaserzeugung bedeutete, wurden alle Gasbehälter abgetragen. Ausschließlich die Gasometer in Simmering blieben erhalten und wurden bereits 1981 unter Denkmalschutz gestellt.

Ihre ästhetische Wirkung erlangen sie durch ihre enorme Größe von je 72,5 Meter Höhe. Zum Vergleich, das Riesenrad ist 65 Meter hoch, der Ringturm 71 Meter und der Stephansdom 138 Meter. Aber auch die Weite des Innenraumes, die Gasometer verfügten über ein Fassungsvermögen von 90.000 Kubikmeter, machen den Reiz des Bauwerkes aus. Dieser Raum wird seit langer Zeit für diverse Veranstaltung und Ausstellungen genutzt. In den frühen 90er Jahren etwa fanden zahlreiche Techno-Rave Events statt oder die Gasometer wurden für Filmdreharbeiten, so dienten sie unter anderem im James Bond Film „The Living Daylight“ als Kulisse, genutzt.

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