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Inbetriebnahme Gleichstromzentralen: Kaunitzgasse, Engerthstraße

  • Inbetriebnahme Gleichstromzentralen: Kaunitzgasse, Engerthstraße.
  • Gewerbebehördliche Kenntnisnahme der Übernahme des Betriebes der Wiener Elektrizitäts-Gesellschaft vom 11. Mai 1907.

Die „Wiener Elektrizitätsgesellschaft“ kurz W.E.G., nahm 1890 die Gleichstrom-Zentrale in der Kaunitzgasse in Betrieb. Im selben Jahr wurde die Wechselstrom-Zentrale in der Engerthstraße durch die „Internationale Elektrizitätsgesellschaft“, kurz IEG, in Betrieb genommen. Die Möglichkeiten der Versorgung der Zentralen waren aufgrund der niedrigen Verteilungsspannung der Gleichstromzentralen vorerst begrenzt. Daher versorgte die „Allgemeine Österreichische Elektrizitätsgesellschaft“ kurz AÖEG, die Bezirke 1 bis 5, 7 bis 9 und 16 bis 19. Die W.E.G. die Bezirke 6 und 7 sowie Teile des 1., 4. und 5. Bezirkes. Die Wechselstrom-Zentrale der IEG wies eine höhere Verteilungsspannung auf, die Versorgung der ganzen Stadt war aber auch mit diesem System noch nicht möglich. Die neue Technik steckte noch in einer Phase, in der sie ständig weiterentwickelt und verbessert wurde. Diese Unsicherheit im Umgang mit elektrischem Strom sowie die enormen Investitionskosten führten dazu, dass es in Wien noch dauern sollte, bis sich der Gemeinderat und das Stadtbauamt für die Errichtung einer eigenen Zentrale entschlossen. In anderen Ländern und Städten wurde die neue Technik rascher adaptiert. In New York und London beispielsweise, wurden bereits 1882 Elektrizitätswerke zur Versorgung ganzer Stadtviertel errichtet.

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Energie