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Inbetriebnahme der Stromzentrale in der Neubadgasse

  • Annoncen der privaten Elektrizitätsgesellschaften (AÖEG und IEG) in der Neuen Freien Presse, 25.11.1903, Nr. 14098

Bevor es zur Errichtung der Stromzentrale kam, wurde die Versorgung der Stadt Wien ebenfalls durch private Gesellschaften übernommen. Die erste Konzession zur Stromversorgung erhielt der Ingenieur Franz Fischer bereits 1885. Er errichtete sein Kraftwerk auf dem Grundstück „Neubaden“. Bereits ein Jahr später sicherte sich die Firma Siemens & Halske die Rechte zur Übernahme des Werkes von Fischer als auch Straßenbenützungsrechte zur Erweiterung des Leitungsnetzes von der Gemeinde. 1889 ging die Zentrale in der Neubadgasse schließlich in Betrieb und versorgte als erste Anlage Teile der Stadt Wien mit Strom. Die Anlage wurde 1891 an die von der Anglo-Österreichischen Bank gegründete „Allgemeine Österreichische Elektrizitätsgesellschaft“, kurz AÖEG, übergeben. Das Geschäft mit elektrischem Strom war so rentabel, dass bereits 1892 mit dem Bau eines zweiten, leistungsfähigeren Kraftwerkes in der Oberen Donaustraße begonnen wurde. Mit dem Bau der Zentrale „Leopoldstadt“ musste auch das Kabelnetz erweitert werden und ein neuer Straßenbenützungsvertrag, für das mittlerweile auf 19 Bezirke erweiterte Gemeindegebiet, wurde abgeschlossen.

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Energie